Oktober 2022

Am Morgen satteln wir die Räder, stopfen den Köter in den Anhänger und rollen ins Zentrum von „Zwolle“, einer typisch niederländischen Kleinstadt mit viel Charme.

Wir bekommen Hunger aber so nun doch nicht!

Nächste Ecke, hier gibt es Frites Speziaal, für Tina die kleine, für mich die „normale“ Portion!

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich meine Pommes Tüte nicht leer bekommen 🙂 .

Könnte es sein, dass mein holländisch bei der Bestellung versagt hat?

Nächster Stopp „Maassluis“

Direkt am Fluss eine ganz neue Geschäftsidee dank Klimawandel und heißen Sommern.

Im Örtchen auch hier viele nette Ecken und „lecker winkels“.

Wird aber alles unwichtig als wir an einem Autohaus für Oldtimer vorbeikommen.

Tina ist kaum noch zu halten und nur die Einsicht, dass dieses Ding nicht in die Nelly-Garage passt, hält sie von einem Spontankauf ab.

Am Abend und erst recht in der Nacht haben wir eine echt tolle Aussicht direkt aus dem Heckfenster:

Noch ein Halt im nicht so schönen „Bergen op Zoom“ und dann geht es ohne Zwischenstopp durch Belgien nach Frankreich.

Erste Handlung: 2 französische Gasflaschen besorgt und angeschlossen. Jetzt kann die Kälte kommen 🙂 .

Chica ist völlig außer Rand und Band bei so viel Sand am Strand.

Wir hoffen, dass sie in den nächsten Wochen noch viel davon mitbekommt.

Eine Radtour mit Hänger (Chica würde da am liebsten gar nicht mehr raus)

nach „Gravelines“ und weiter ans Meer.

Dann geht es vorbei an „Calais“ nach „Sangatte“. Hier gibt es einen netten kostenlosen Stellplatz und einen langen Strand (allerdings nur bei Ebbe wie wir lernen mussten) mit Blick auf die vielen Englandfähren.

Weit kommen wir nicht am nächsten Tag. Das Örtchen „Wissant“ will besichtigt werden. Ist sehr klein, hat aber ein paar wirklich nette Ecken.

Suchbild: Ein Fehler hat sich eingeschlichen!

Schon wieder wollen die Menschen stundenlang durch den Sand tappern,

da wird man ganz schön müde.

Und vom aufpassen während der ewigen Einkauferei auch.

In „Stella Plage“ dürfen wir direkt an der Strandpromenade stehen und als besonderen Service sogar bewacht!

Am nächsten Tag wird es stürmisch und von überall her kommen Kite-Surver um den Wind auszunutzen. Ich glaub ich bin zu alt für so was aber reizen tut es mich schon.

Die französische Version der Krabbe ist dann doch um einiges größer als die ostfriesische! Dafür ist das puhlen aber auch viel schwieriger. Hauptsache sie schmecken und das tun sie mit viel Knoblauch, Chili, Olivenöl und Spaghetti!

Wir erreichen „Dieppe“, die erste größere Stadt in der Normandie von Norden kommend.

Es gibt einen Stellplatz direkt am Hafen

nur ein paar Schritte vom schönen Stadtzentrum entfernt.

Ein Bier zu trinken ist in Frankreich ein absolut teures Vergnügen, so wird in manchen Bars sogar ein 0,1l Bier angeboten.

Jetzt einmal ehrlich: Da lohnt sich der Aufwand doch nun wirklich nicht, oder?

Am „Cap d´ Antifer“ steht kein einziges Wohnmobil, vor 3 Jahren war es voll hier. Haben wir da irgendwo ein Verbotsschild übersehen? Aber nun ist`s eh zu spät, jetzt wird auch geblieben denn laufen kann man hier herrlich.

Nächster Halt mal zur Abwechslung wieder unten am Wasser. Ein toller kostenloser Stellplatz wie es sie wohl nur in Frankreich gibt.

Auch das hier haben wir woanders noch nie gesehen. Ganze Menschenrudel werfen sich in Neoprenanzüge und marschieren in einer Kette stundenlang durch die Brandung. Seltsames Völkchen diese Normannen 🙂 .

Sogar die Wolken sehen hier irgendwie anders aus.

Bei „Fecamp“ bewundern wir noch einmal die weiße Steilküste,

dann geht es dank der „Pont du Normandie“ über die Seine

nach „Honfleur“. Für uns immer wieder einer der schönsten Orte an der normannischen Küste.

Vom Stadt laufen bekommt man ja bekanntlich Hunger und es ist ja auch nicht mehr weit,

aber heute soll es aus dem Meer kommen. Also keine Crepes sondern DAS Gericht überhaupt hier an der Küste: Moules frites. Ich dachte immer das seien frittierte Muscheln (igitt) aber nein, es sind klassisch gekochte Miesmuscheln mit Pommes.

Allerdings ist die Menge kaum zu bewältigen, droht doch schon nach der Hälfte ein Eiweißschock!

Ein Selfie am Hafen, doch zu viele „Moules“?

Noch eine undurchsichtige Gestalt in der Stadt die aber irgendwie doch durchsichtig ist,

dann zurück zum Stellplatz und auf die Couch. Wieder ein schöner Tag.

Wir brauchen einen Waschtag also auf zum nächsten großen Supermarkt. Hier findet man in Frankreich fast immer einen Laundromat,

eine äußerst praktische Sache, sogar mit SMS Benachrichtigung 5 Minuten vor dem Ende des Wasch/Trockengangs. So kann man in der Zeit ruhig shoppen oder sich am direkt daneben platzierten „Pizzamat“ eine heiße Pizza ziehen. Darauf haben wir allerdings verzichtet.

Am Abend parken wir in einem kleinen Dorf auf einem extra ausgewiesenen Wohnmobilparkplatz.

Davon gibt es 8 Stück, die anderen Plätze sind verboten wie dieses drastische Schild zeigt:

Wow, das würde eine teure Übernachtung.

Am Juno Beach holt uns wie sooft an der Küste wiedereinmal die Geschichte ein. Am 6. Juni 1944 landeten hier tausende kanadische Soldaten um mitzuhelfen Frankreich zu befreien.

Aber auch das moderne friedliche Strandleben hat schon lange Einzug gehalten.

Der Oktober ist zu Ende, Tina hat zur Halloween-Party gerüstet. Wie wir es überstehen werden wird sie im nächsten Beitrag berichten.

Werbung