November 2018

Den angekündigten Sturm sitzen wir hinter einer großen Hecke auf dem Camping aus. Überall in Italien wüten Unwetter, nur bei uns sieht es am 1.November ! dann wieder so aus.

Radtouren in das schöne „Bisceglie“

sowie nach „Trani“

lassen vergessen dass eigentlich Winter ist 🙂 .

Das Örtchen „Polignano a Mare“ wirkt von außen recht nichtssagend,

innen gibt es überraschend nette Ecken

und einen kleinen „Strand“ hat es auch.

Wer kommt schon mal nach „Monopoli“ ?

Wir! Stunden lang geht es durch die Gassen auf Suche nach der Schlossallee

und tatsächlich: Da ist sie!

Und so sieht es aus wenn Menschen mit über 60 anfangen Selfies zu fotografieren 🙂 .

Weiter fahren wir am Meer entlang mit schönen Übernachtungsplätzen, immer ganz alleine.

An der ganzen Küste stehen Reste dieser Türme, Überbleibsel aus dem 16. Jahrhundert zum Schutz vor Türken und Seeräubern. Bei Gefahr wurden Feuersignale angezündet.

„Otranto“ hat eine imposante Stadtmauer

und in „San Andrea“ sind Steinformationen anderer Art und Grotten.

Hier bleiben wir mal wieder ein paar Tage auf einem netten Camping, dann siegt die Neugier, es geht weiter.

Hoch oben entlang der Adria

wird dieser riesige Oliventransporter zum Hindernis 🙂 .

Alle Ferienorte sind verlassen, so gibt es für uns schöne Übernachtungsplätze mit Meerblick, niemanden stört es.

Nächstes Ziel, „Gallipoli“, Plümo stellen wir wegen der Sicherheit auf einem nahen Camping ab. Für die Stadt ist es leider zu spät, es wird um 16:30 Uhr dunkel.

Der Blick auf die Altstadt vom Strand direkt gegenüber.

Und dann erwischt uns der Winter, Temperatursturz auf 5 Grad am Abend, erst kalte 3 Tage Dauerregen dann warme 3 Tage Dauerregen bei Scirocco. Kein Sightseeing, keine neuen Eindrücke, auch egal, wir stehen gut versorgt mit „Alles“. Der Supermarkt um die Ecke ist das Ausflugsziel 🙂 .

Tag 7, Sonne, auf die Räder nach “Gallipoli“, aus dem griechischen „kalè polis“, die „schöne Stadt“. Wie eine Festung liegt die Altstadt, nur über eine Brücke zu erreichen, im Meer.

Der Übergang Neu zu Alt

ist recht gut gelöst.

Wir radeln die Mauer entlang

und werfen ein paar Blicke in die engen Sträßchen, leider fast alle „unfotogen“ weil kein Sonnenlicht. Bei den Temperaturen im Sommer wohl mehr als angebracht.

Das schöne Wetter hält nicht lange an, schade. So beeilen wir uns nach „Matera“ zu kommen. Dort sind die Sassi, Höhlenwohnungen an einer tiefen Schlucht,

wohl eine der ältesten Siedlungen der Welt. Nach einer bewegten Geschichte wurden die Bewohner der Sassi in den 50′ und 60’gern des 20sten Jahrhunderts wegen katastrophalen Bedingungen umgesiedelt, ein Slum in dem es Malaria gab und eine Schande für Italien. Mittlerweile sind die Sassi Weltkulturerbe und „Matera“ wird 2019 Kulturhauptstadt Europas, überall wird gebaut und gewerkelt. 2 Stunden lassen wir uns durch dieses beeindruckende und außergewöhnliche Gassenlabyrinth treiben. Das mit den Selfies geht schon besser 🙂 .

Was es mit Dali hier auf sich hat? Keine Ahnung!

In einer der Kirchen finden wir diese nette deutsche Anweisung des Pfarrers.

Das Wetter wird mindestens herbstlich, das Ionische Meer gleicht eher der Nordsee

und das nahende Gewitter tarnt sich hinter einem schönen Sonnenuntergang.

Der November war ruhig und im Vergleich unspektakulär, auch mal schön.

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