September 2018

Zügig rollend geht es jetzt gen Süden, aber ein Besuch bei unseren Freunden Rita und Rudi im schönen Städtchen Wangen muss noch sein.

Nach über 10 Jahren reisen wir in die Schweiz ein,

bleiben eine Nacht auf einem Stellplatz mit Aussicht ins Rheintal

und reisen wieder aus.

Die Hauptstadt Vaduz von Liechtenstein hat außer dem hoch oben gelegenen Fürstenschloss

nicht soo viele Sehenswürdigkeiten. Ich finde aber etwas „Großes“ nur für mich 🙂 .

Eine kleine Holzbrücke führt über den Rhein, der hier erschreckend wenig Wasser hat. Nix mit Bötchen fahren.

Nach der kleinen Radtour schlafen wir gut auf dem Parkplatz des Rheinstadions, kostenlos.

Die Schweiz hat uns wieder, über den Flüelapass rauf und runter

und unten hat man doch ein ganzes Dorf nach mir benannt und ich wusste nichts davon.

Unser Ziel ist ein Camping in Sta. Maria, damals durften wir dort Lagerfeuer anzünden, nichts hat sich geändert, 2 Abende „burnen“ wir was das Zeug hält.

Sta. Maria liegt auf 1700m, entsprechend kalt wird es am Abend und in der Nacht. Das Holz ist verbrannt da fällt der Abschied von diesem in Europa außergewöhnlichen Platz leichter. Bella Italia ruft sowieso

unten in Südtirol ist es dann schön warm.

Wir sehen uns „Glurns“, die kleinste Stadt Italiens an und hätten vorgewarnt sein sollen, schon hier so viele Menschen.

Aber, ich finde das vorerst letzte einsame Fleckchen.

Dann trifft uns der Schlag, in „Meran“ steppt der Bär, Autos, Menschen, Fahrräder. Der angestrebte Übernachtungsplatz ist rappel voll und so eng, die Fenster würden eh nicht auf gehen, weg……

Aber……in Bozen gibt es zwei italienische Gasflaschen für uns, der Winter kann kommen.

Für die nächste Nacht finden wir eine Möglichkeit auf einem Parkplatz in Terlan, 1! Wohnmobil ist erlaubt. Die Suche am folgenden Tag wird nicht besser, in „Neumarkt Egna“ werden wir fündig, nicht schön aber geht. Dafür überrascht das Städtchen, schöne Altstadt, kein Rummel.

Ziemlich früh am morgen kommt ein sehr weit Verwandter von Plümo auf den Platz gefahren, gleicher Name/Hersteller aber 40 cm höher und 1,5 m länger.

Natürlich unterhalten wir uns und plötzlich habe ich einen Vogel, naja vielleicht eher den 2. 🙂

Es ist Goofy, weiblich, zwei weitere grüne Gesellen dürfen noch nicht raus. Die „Geierbande“, wie Vögel und Menschen sich selber nennen, kommen vom Gardasee, unserem nächsten Ziel. Auch voll, überteuert und Mücken. Na das wird ja was, nach einer weiteren Stunde Erzählen trennen wir uns, nett war es. So geht Südtirol schneller als geplant zu Ende, nächster neuer Stopp, „Malcesine“ am Gardasee, da war ich vor 47 Jahren mit meinen Eltern. Der Stellplatz dort ist erneut eng und düster obwohl die Sonne scheint, mal wieder nein. Aber, auf einem Camping ist ein Platz in der ersten Reihe frei, bisschen teuer aber mit Seeblick, passt. Der Abendblick auf Limone, so schön kann es sein.

Es ist Sonntag, wir radeln in den Ort, auch hier viele Menschen, nett anzuschauen ist die Altstadt trotzdem und ich schaffe es ein paar fast leere Gassen zu fotografieren.

Auf einer Radtour entlang des Sees entdecken wir die typische Silhouette „Malcesines“ und ein paar kleine Häfen.

Der Ort „Sirmione“ liegt hübsch auf einer Landzunge die fast 4 km in den Gardasee ragt. Das wissen andere auch, vor der durchaus schönen Scaliger Burg, Massenauflauf 🙂 .

Wir bummeln ein wenig und finden wie immer ein paar Motive.

Ein erholsames Bad im See, das macht richtig Spaß, wir waren jeden Tag im kühlen Nass, früher war das Wasser aber wirklich wärmer 🙂 .

Unser Freund Hannes mit Labrador „Mozart“ ist für ein paar Tage mit seinem Wohnmobil in „Lazise“, da muss ein Treffen her wenn es gerade so gut hinkommt. Kennengelernt haben wir uns im vergangenen Jahr in Portugal und hatten ein paar sehr nette Stunden und Abende miteinander. Zum Sundowner geht es mit dem Fahrrad runter in die Altstadt. Die Atmosphäre vor und nach dem Sonnenuntergang ist begeisternd.

Der nächste Tag gehört dem Strand und einem guten Abendessen im Nachbardorf „Cola“.

Leider wieder ein Abschied, bis zum nächsten Jahr, irgendwann, irgendwo. Die „alten“ Herren stellen sich dafür zum Foto auf 🙂 . „Mozart“ schlägt die Männer, er ist 13 Menschenjahre alt, also um die 90 Hundejahre.

Sightseeingtour die Xste, jetzt Venedig. Eigentlich wollten wir es auslassen, aber wer weiß wie lange die Lagunenstadt noch existiert. Für mich ist es der 4. Besuch, Lothar war 2x dort, so kann es ruhig angehen. Aber, wo damals noch Tauben auf dem Markusplatz waren sind jetzt Menschen, mindestens in der gleichen Anzahl wie die Vögel früher.

Und so zieht es sich bei den Sehenswürdigkeiten wie der Rialto Brücke durch.

Bisschen genervt sind wir schon, aber laufen stur weiter, es gibt auch schöne ruhige Ecken.

Die typischen Bilder gehören einfach dazu:

San Giorgio Maggiore,

Canale Grande,

Karnevalsmasken,

und natürlich Gondoliere.

Für uns noch immer der schönste Ort in Venedig, die äußerste Spitze des Stadtteils Dorsoduro, „Punta della Dogana“.

Hier verabschieden wir uns von Venedig, laufen zurück zum Bus der uns zu Plümo bringt und sind erschlagen von den Eindrücken und den vielen Menschen. Trotzdem war es gut dieses Kunstwerk aus Palästen, Kirchen und Gassen ohne Autos noch einmal gesehen zu haben.

Genug jetzt, 140 km weiter südlich ist eine andere Welt. Die Adria gehört mir alleine

und im Po Delta sind keine Touristen mehr, herrlich.

Nur viel Wasser

und noch mehr Fischerboote.

Uns steht eine Mutprobe bevor, Ponton Brücke bis 5 Tonnen, bei näherer Betrachtung wird es nicht besser. Der Umweg wäre aber sehr weit, also Plümo, auf geht’s! In der Mitte zahlen wir 3 Euro und ich laufe über das rotte, schwankende Ding vor um dieses Foto zu schießen.

Aufatmen an Land, sind wir wirklich in Europa in Italien? Irgendwie wirkt hier in der Po Ebene alles als wäre die Zeit stehen geblieben. Uns hat es sehr gut gefallen.

Klein Venedig, „Comacchio“ steht auf dem Programm, beschaulich, hübsche Ecken und…..leer!

Wie wird das wohl am so genannten „Teutonengrill“ aussehen? Wir finden für Plümo einen Platz in „Lido de Pomposa“ direkt am Strand

und wieder…….leer!

Italien gefällt uns immer besser, sind gespannt wie es weiter geht, Lothar wird berichten.

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